Seit wann gibt es Pumuckl? Die Geschichte seines Ursprungs

Pumuckl, der freche Kobold, springt fröhlich über ein blaues Bett. Seit wann gibt es Pumuckl? Seit 1962!

Geschrieben von

Winfried Adam

Veröffentlicht am

28. Okt. 2026

Inhaltsverzeichnis

Wer Pumuckl nur aus der Fernsehserie kennt, verpasst den eigentlichen Anfang seiner Geschichte. Der Kobold entstand zunächst für das Radio, wurde später zur Buchfigur und eroberte erst danach Fernsehen, Kino und Bühne. Entscheidend ist deshalb die Unterscheidung zwischen der Idee von Pumuckl und seinem ersten öffentlichen Auftritt.

Die wichtigsten Daten zur Entstehung von Pumuckl

  • 1961 entwickelte Ellis Kaut die Figur des Kobolds.
  • 21. Februar 1962 wurde die erste Hörspielfolge ausgestrahlt.
  • Der erste Auftritt hieß „Spuk in der Werkstatt“.
  • 1963 prägte Barbara von Johnson das bekannte Aussehen.
  • 1965 erschien die erste Pumuckl-Buchreihe.
  • 1982 kam Pumuckl ins Fernsehen.

Seit wann gibt es Pumuckl eigentlich?

Die kurze Antwort lautet: Pumuckl gibt es seit 1962. Am 21. Februar dieses Jahres sendete der Bayerische Rundfunk die erste Folge des Hörspiels „Meister Eder und sein Pumuckl“. Die Episode trug den Titel „Spuk in der Werkstatt“ und machte den rothaarigen Kobold erstmals einem größeren Publikum bekannt.

Die Figur selbst war jedoch schon etwas früher entstanden. Ellis Kaut entwickelte Pumuckl 1961 als neue Hauptfigur für ein Kinderhörspiel. Wer also nach dem Ursprung fragt, kann zwei Antworten geben: Die Idee stammt aus dem Jahr 1961, der erste öffentliche Auftritt aus dem Jahr 1962. Genau diese Unterscheidung sorgt bis heute für unterschiedliche Jahresangaben.

Ich halte 1962 für das wichtigste Datum, weil Pumuckl ab diesem Zeitpunkt nicht mehr nur eine Idee auf dem Papier war. Mit der Stimme von Hans Clarin bekam der Kobold eine unverwechselbare Persönlichkeit, die sofort über das Radio funktionierte.

Wie Ellis Kaut den Kobold erfand

Ellis Kaut schrieb Pumuckl als frechen, eigenwilligen und zugleich verletzlichen Kobold. Er lebt zunächst im Verborgenen und wird sichtbar, als er in Meister Eders Leimtopf gerät. Nach dem Koboldsgesetz muss er bei dem Menschen bleiben, der ihn gesehen hat. Daraus entstand die Grundidee für die vielen Konflikte zwischen dem ordentlichen Schreinermeister und seinem chaotischen Mitbewohner.

Der Reiz der Geschichten liegt für mich darin, dass Pumuckl kein gewöhnlicher Held ist. Er rettet nicht die Welt und löst auch nicht jedes Problem. Stattdessen bringt er mit Streiche, Reime und Missverständnisse den Alltag durcheinander. Gerade dadurch wirken die Geschichten bis heute erstaunlich nahbar.

Die literarische Urheberin war Ellis Kaut. Das Bild, das viele Menschen mit Pumuckl verbinden, entstand jedoch in Zusammenarbeit mit der Zeichnerin Barbara von Johnson. Sie gewann 1963 einen Wettbewerb zur visuellen Gestaltung der Figur und prägte damit das Aussehen des Kobolds entscheidend.

Wann erschien Pumuckl als Buchfigur?

Nach den ersten Radioerfolgen wurden die Geschichten auch gedruckt. 1965 erschien die erste Pumuckl-Buchreihe. Damit konnte das Publikum den Kobold nicht mehr nur hören, sondern auch in illustrierten Abenteuern entdecken.

Dieser Schritt war kulturgeschichtlich wichtiger, als es zunächst klingt. Im Hörspiel entstand Pumuckl vor allem durch Sprache, Geräusche und Hans Clarins Stimme. Das Buch ergänzte diese akustische Welt um eine feste Bildsprache. Die Illustrationen machten aus der Radiofigur eine erkennbare literarische und grafische Figur.

Die Reihenfolge der frühen Entwicklung lässt sich so einordnen:

Jahr Entwicklung Bedeutung
1961 Ellis Kaut entwickelt die Figur Der literarische Ursprung
1962 Erste Hörspielfolge im Bayerischen Rundfunk Der erste öffentliche Auftritt
1963 Barbara von Johnson gestaltet Pumuckl Das bekannte Erscheinungsbild entsteht
1965 Erste Buchreihe Der Kobold wird zur Kinderbuchfigur
1982 Start der Fernsehserie Pumuckl wird einem Massenpublikum sichtbar

Wann kam Pumuckl ins Fernsehen?

Die Fernsehserie „Meister Eder und sein Pumuckl“ startete 1982. Damit begann die Phase, in der Pumuckl für viele Menschen erst wirklich sichtbar wurde. Die Serie verband Realfilm mit Animation. Meister Eder wurde von Gustl Bayrhammer gespielt, während Pumuckl als Zeichentrickfigur in der realen Werkstatt auftauchte.

Der Bayerische Rundfunk bezeichnet die Fernsehserie als Mischung aus Real- und Zeichentrickfilm. Diese Form war aufwendig, passte aber hervorragend zur Figur. Pumuckl musste in einer echten Münchner Umgebung leben, durfte aber gleichzeitig die Regeln der Koboldwelt behalten.

Viele verbinden deshalb den Fernsehstart mit der Geburt Pumuckls. Historisch ist das nicht korrekt, aber nachvollziehbar. Das Fernsehen machte aus dem zuvor gehörten und gelesenen Kobold eine generationenübergreifende Kultfigur. Für mich liegt genau darin die besondere Wirkung der Serie: Das Fantastische steht nicht in einer fernen Märchenwelt, sondern mitten in einer Werkstatt, auf dem Gehweg oder am Stammtisch.

Warum die Jahreszahlen oft verwechselt werden

Bei Pumuckl kursieren mehrere Jahreszahlen, weil die Figur verschiedene Medien nacheinander eroberte. 1961 steht für die Entwicklung der Idee, 1962 für das erste Hörspiel, 1965 für die Bücher und 1982 für den Beginn der bekannten Fernsehserie.

Manchmal wird auch 1963 als Ursprungsjahr genannt. Das hängt mit der Gestaltung der Figur durch Barbara von Johnson zusammen. In diesem Jahr bekam Pumuckl sein charakteristisches Aussehen. Die Figur war zu diesem Zeitpunkt also bereits erfunden und im Radio bekannt, wurde aber visuell weiterentwickelt.

Eine weitere Verwechslung betrifft den Begriff „erste Folge“. Die erste Radiofolge und die erste Fernsehfolge erzählen zwar beide vom Beginn der Beziehung zwischen Pumuckl und Meister Eder, gehören aber zu unterschiedlichen Produktionen. Wer nach dem ersten Auftritt fragt, sollte deshalb immer dazusagen, ob Radio, Buch oder Fernsehen gemeint ist.

Was von Pumuckls Ursprung heute bleibt

Pumuckl ist nicht einfach eine alte Kinderfigur, die durch Wiederholungen bekannt geblieben ist. Sein Ursprung zeigt, wie eng Literatur, Hörspiel und bildende Kunst miteinander verbunden sein können. Erst die Sprache von Ellis Kaut, dann die Stimme von Hans Clarin, die Zeichnungen von Barbara von Johnson und schließlich die Fernsehproduktion formten das Gesamtbild.

Wer sich kulturhistorisch mit Pumuckl beschäftigt, sollte deshalb nicht nur die Fernsehserie betrachten. Die Hörspiele zeigen den sprachlichen Witz, die Bücher machen die Entwicklung der Figur sichtbar und die Zeichnungen erklären, warum der Kobold einen so hohen Wiedererkennungswert besitzt.

Die präziseste Antwort auf die Frage nach seinem Alter lautet daher: Pumuckl entstand 1961 und trat am 21. Februar 1962 erstmals öffentlich auf. Alles, was später folgte, machte ihn bekannter, änderte aber nichts an diesem Ursprung im Radio.

Häufig gestellte Fragen

Die Figur entstand 1961 durch Ellis Kaut. Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte sie am 21. Februar 1962 mit der Hörspielfolge „Spuk in der Werkstatt“ im Bayerischen Rundfunk.

Ellis Kaut erfand Pumuckl als frechen und eigenwilligen Kobold für ein Kinderhörspiel. Die Zeichnerin Barbara von Johnson gestaltete 1963 das charakteristische Erscheinungsbild, das viele Menschen mit Pumuckl verbinden.

Die erste Pumuckl-Buchreihe erschien 1965. Dadurch konnten Leser den zuvor vor allem durch Sprache, Geräusche und Hans Clarins Stimme bekannten Kobold auch in illustrierten Geschichten entdecken.

Die Jahreszahlen beziehen sich auf unterschiedliche Entwicklungsschritte: 1961 steht für die Erfindung, 1962 für das erste Hörspiel, 1963 für die visuelle Gestaltung, 1965 für die Buchreihe und 1982 für den Start der Fernsehserie.

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pumuckl kinderliteratur hörspiel zeichentrick

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Winfried Adam

Mein Name ist Winfried Adam, und ich bringe neun Jahre Erfahrung in der Erkundung der kulturellen und literarischen Schätze Deutschlands mit. Mein Interesse an Kulturreisen und literarischen Entdeckungen wurde geweckt, als ich zum ersten Mal die faszinierenden Geschichten und historischen Orte entdeckte, die unser Land zu bieten hat. Besonders begeistert mich die Verbindung zwischen Literatur und den Orten, an denen sie entstanden ist. In meinen Beiträgen beschäftige ich mich mit der Analyse von literarischen Werken, dem Aufspüren von kulturellen Highlights und dem Teilen von praktischen Tipps für Reisende. Dabei lege ich großen Wert darauf, Informationen gründlich zu recherchieren, verschiedene Perspektiven zu vergleichen und komplexe Themen verständlich aufzubereiten. Mein Ziel ist es, meinen Lesern nützliche, präzise und aktuelle Informationen zu bieten, die ihre eigenen Entdeckungsreisen bereichern.

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